Matthias: blog
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Medienkritik in der Medienlese unerwünscht Dienstag, 28. April 2009, 16:41:24

Der folgende Kommentar wurde in der Medienlese gelöscht:

Es wundert mich nicht weiter, dass der Medienlese-Gelegenheitsmitarbeiter David Bauer in der Sonntagszeitung einen Artikel über die Medienlese schreibt. Aber es wundert mich, dass diese Verbindung nicht transparent gemacht wird. Dasselbe bei seinem Artikel über die Web Trend Map von Information Architects: Kein Wort über seine Verbindungen zur Firma.

Dass Information Architects wiederum regelmässig eigene Projekte auf diese Web Trends Map der angeblich einflussreichsten Websites setzt (Facts, Newsnetz, evtl. noch weitere?), ohne diesen Umstand transparent zu machen, passt irgendwie auch ganz nett ins Bild.

Aber den Medienlese-Autoren gönne ich die Berichterstattung. Hoffen wir, dass sie einen anderen Job finden.

Die Löschung wurde vom anonymen Moderator folgendermassen begründet:

[Edit: Verschwörungstheorien bitte ins eigene Blog und nicht hier in die Kommentare, Danke!]

Jede von mir gemachte Aussage entspricht den Tatsachen und ist belegt. Es handelt sich also keineswegs um Verschwörungstheorien, sondern um ganz einfach zu überprüfende Fakten.

Offenbar will aber die Blogwerk AG keine Kritik am Gefälligkeitsjournalismus befreundeter Tamedia-Journalisten zulassen. Das wäre dann doch zuviel an Medienkritik in einem der wenigen verbliebenen Medien, die regelmässig Medienkritik betrieben (Zitat von David Bauer in der Sonntagszeitung).

Kommentare: 5Dein Kommentar

Dose.E.S.K schrieb am Dienstag, 28. April 2009, 18:06 #

Mach dir nix draus. Ich wurde soeben auch zensiert. Nachdem man bereits unsere Pings gekillt hat, war das ja nur logisch.

Mal abgesehen davon, dass ich deine Kritik durchaus nachvollziehen und auch völlig verständlich finde. So sieht dann wohl ein moderner Schlägertrupp aus.

Matthias schrieb am Dienstag, 28. April 2009, 18:26 #

@Dose Die Zensur in der Medienlese ist zwar relativ neu, aber sonst bin ich es gewohnt, in verschiedenen Blogs zensuriert zu werden. Kleine, unvollständige Liste frei aus dem Gedächtnis: krusenstern.ch, pixelfreund.ch, website-marketing.ch ... kurz: Überall dort, wo Marketing und eitler Schein wichtiger sind als Glaubwürdigkeit und Transparenz, bin ich unerwünscht. Eigentlich müssten man das als Kompliment ansehen :-).

Die Sache mit Bauer wäre ja kein Riesending gewesen. Einfach kurz eine Zeile "Der Autor hat bereits bei Medienlese publiziert" oder "Tamedia ist Kunde der hier erwähnten Firma Information Architects Japan" und der Leser könnte die Hintergründe der Beiträge gleich viel besser einschätzen. Damit würde dem Autor kein Zacken aus der Krone fallen, im Gegenteil. Aber offenbar ist es noch immer tabu, dass Journalisten ihre Interessenbindung offenlegen.

Mara schrieb am Dienstag, 28. April 2009, 20:03 #

Ich werd ja sehr selten rausgeschmissen mit meinem Kommentar, aber diesmal bin ich echt sauer. Mit so einem fast schon ehrenrührigen Kommentar (Verschwörungstheorie wattn S..) rausgegickt zu werden...

Im übrigen ist es allerdings problematisch wenn ein Journalist seine Interessen nicht offenlegt - jede Journalistenschule, erste Woche, hätte sowas einem um die Ohren gehauen...

Leser schrieb am Donnerstag, 30. April 2009, 13:28 #

Jetzt habe ich deinen Kommentar doch noch lesen können. Sehe nichts von einer Verschwörungstheorie. Sind wichtige, überprüfbare Informationen.

1:0 für dich!

OMC schrieb am Sonntag, 09. August 2009, 00:04 #

Leider haben viele Firmen und Bürger immer noch nicht kapiert, das im Zeitalter des Internets unangenehme Kritiken und schlechte Medienpräsenz nicht mehr ausgesessen werden kann. Das Internet vergisst nicht, einzelne Bürger schliessen sich in Communitys, Blogs und anderen Netzwerken zusammen und wehren sich für gute Produkte. Firmen sollten das als Chance und nicht als Verschwörungstheorie sehen. Schönen abend :-)

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